CASO VRH 590 advanced

Für trockene Vorräte und Gefrierportionen: 30 cm Folienbreite, Rollenfach mit Cutter und Pulsfunktion. Freie Flüssigkeit wird vor dem Vakuumieren eingefroren.
Vorteile
- Zentraler Verschlussgriff
- Rollenfach mit integriertem Cutter
- Manuelle Pulsfunktion für empfindlichen Inhalt
Nachteile
- Kein eigener Flüssigkeitsmodus
- Nur eine Schweißnaht
- Vakuumbehälter separat erforderlich
Anbieter
Für trockene Vorräte und Gefrierportionen
Der CASO VRH 590 advanced passt zu einer Küche, in der vor allem Fleischportionen, festes Gemüse und trockene Vorräte in Beutel kommen. Er verarbeitet strukturierte Folie bis 30 cm Breite, hat ein Rollenfach mit Cutter und lässt sich über einen zentralen Griff verriegeln. Die Bedienung ist überschaubar: „Dry“ und „Moist“ verändern die Schweißzeit, „Vac & Seal“ übernimmt Absaugen und Verschließen.
Wir empfehlen ihn, wenn Beutel regelmäßig genutzt werden und zusätzliche Glasbehälter zunächst keine Rolle spielen. Seine einzelne 2,5-mm-Schweißnaht verlangt einen sauberen, faltenfreien Beutelrand. Für größere Vorratsaktionen ist das integrierte Rollenfach angenehm: Die passende Länge wird direkt am Gerät abgeschnitten, ohne eine große Folienrolle lose auf dem Tisch abzuwickeln.
Griff, Pulsfunktion und Platzbedarf
Das Gerät ist 40 cm breit, 18 cm tief und 10,5 cm hoch. Zum Arbeiten kommen Platz für den geöffneten Deckel und eine freie Fläche vor der Vakuumkammer hinzu. Ein Beutel mit großem Inhalt muss vor dem Gerät aufliegen können. Der Griff ersetzt das gleichzeitige Andrücken zweier Deckelecken; vor dem Start wird er vollständig verriegelt.
Für weiches Vakuumiergut gibt es „Pulse“. Solange die Taste gedrückt wird, läuft die Pumpe. Nach dem Loslassen wird separat mit „Seal“ verschlossen. Das ist bei empfindlichen Stücken hilfreicher als ein durchlaufender Automatikvorgang. Eine Marinierfunktion und ein Schlauchanschluss für geeignete Vakuumbehälter sind ebenfalls vorhanden. Der Behälter selbst gehört nicht zum Standardpaket.
Die Pumpenleistung beträgt 12 l/min. Daraus lässt sich keine feste Zeit für einen gefüllten Beutel berechnen: Restluft, Beutelgröße und die Anordnung des Inhalts verändern den Ablauf. Für den üblichen Einkauf zählen ein dichtes Ergebnis und die passende Beutelgröße mehr als die höchstmögliche Literzahl. Die zulässige Serie umfasst bis zu 125 Vakuumier- beziehungsweise Versiegelungsvorgänge; die Temperaturüberwachung bleibt zu beachten.
Feuchte Lebensmittel sorgfältig vorbereiten
„Moist“ verlängert die Schweißzeit. Flüssige Suppe direkt aus einem offenen Beutel abzusaugen ist damit nicht vorgesehen. Flüssigkeiten werden zunächst in einem geeigneten Gefäß eingefroren und anschließend als feste Portion vakuumiert. Bei saftigen Lebensmitteln lässt sich über „Pulse“ früh stoppen, bevor Flüssigkeit an die Naht steigt.
Fett, Wasser oder Krümel am Beutelrand beeinträchtigen die Versiegelung. Den oberen Rand beim Befüllen nach außen umzuschlagen hilft, ihn sauber zu halten. Danach werden Rand und Nahtbereich glatt und trocken ausgerichtet. Die herausnehmbare Auffangschale erleichtert die Reinigung kleiner Rückstände. Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen und den Schweißbalken abkühlen lassen, bevor die Kammer gereinigt wird.
Vakuumierte verderbliche Lebensmittel bleiben gekühlt oder gefroren. Das Absaugen von Luft macht sie nicht bei Raumtemperatur haltbar. Für eine Vorratsportion ist deshalb die Beschriftung mit Inhalt und Datum ebenso wichtig wie eine dichte Schweißnaht. Der Food-Manager-Aufkleber unterstützt die Organisation; eine Fernsteuerung des Vakuumierers per App ergibt sich daraus nicht.
Folie und Standardpaket
Zum Standardpaket 1526 gehören eine 28 × 300 cm große Rolle, zehn Beutel mit 20 × 30 cm, ein Vakuumierschlauch, die Auffangschale und Lebensmittelaufkleber. Die mitgelieferte 28-cm-Rolle ist schmaler als die maximal mögliche 30-cm-Folie. Für jede neue Beutellänge werden zuerst der Boden verschweißt und danach die Lebensmittel eingefüllt. Oberhalb des Inhalts bleiben mindestens acht Zentimeter freie Länge, damit die Öffnung flach in die Kammer reicht.
Benötigt wird geprägte, ausdrücklich für Außenvakuumierer geeignete Folie. Glatte Kammerbeutel sind ungeeignet. Für Sous-vide muss zusätzlich die Temperaturfreigabe der Folie zum Rezept passen. Gebrauchte Beutel, die rohes Fleisch, Fisch oder fettige Lebensmittel enthielten, werden nicht erneut eingesetzt.
Wann sich das größere Modell lohnt
Der VRH 700 advanced Pro bringt eine doppelte Naht, eine 20-l/min-Pumpe und Glasbehälter mit. Beim VRH 800 advanced Pro kommen Liquid-Modus und Standbodenbeutel hinzu. Der FastVac 3500 verarbeitet bis 35 cm breite Folie und eignet sich für große Stücke.
Für überwiegend trockene Beutelportionen bleibt der VRH 590 die zweckmäßige kleinere Anschaffung. Wer regelmäßig flüssige Vorräte einpackt oder täglich die mitgelieferten Glasboxen nutzen will, sollte den Mehrumfang im CASO-Vakuumierer-Vergleich berücksichtigen.
Quellen
- [1]CASO VRH 590 advanced – Originalanleitung - CASO Design, 2023
- [2]CASO VRH 700 advanced Pro – Originalanleitung - CASO Design, 2025
- [3]CASO VRH 800 advanced Pro – Originalanleitung - CASO Design, 2025
- [4]CASO FastVac 3500 – Originalanleitung - CASO Design, 2025
- [5]CASO Gesamtkatalog 2026 – Vakuumierer, Seiten 74–75 - CASO Design, 2026
- [6]Lebensmittel im Haushalt richtig kühlen - Bundesinstitut für Risikobewertung, abgerufen 8. Oktober 2026
- [7]Vorkochen, Portionieren und Einfrieren - Bundesinstitut für Risikobewertung, abgerufen 8. Oktober 2026
- [8]Botulismus: Lebensmittel sicher aufbewahren - Bundesinstitut für Risikobewertung, abgerufen 8. Oktober 2026