Rommelsbacher ER 600

Zeitgesteuerter Eierkocher für ein bis sechs Eier mit 115 ml Wasser je Durchgang und Einsatz für zwei pochierte Eier. Heiße Haube und Handwäsche einplanen.
Vorteile
- Härtegrad am Drehregler einstellbar
- Einsatz für zwei pochierte Eier enthalten
- Schmale Bauform mit 10,5 cm Tiefe
Nachteile
- Haube und Eierträger werden heiß
- Zubehör von Hand reinigen
- Für sehr große harte Eier Nachgarzeit nötig
Anbieter
Für sechs Frühstückseier und gelegentliches Pochieren
Der Rommelsbacher ER 600 passt zu Haushalten, die mehrere Eier auf einmal kochen und den Härtegrad mit einem Drehregler einstellen möchten. Je Durchgang kommen 115 ml Wasser in die Heizschale. Weich, kernweich oder hart wird über die Kochzeit gewählt. Das ist angenehm, wenn morgens dieselbe Portion auf dem Tisch steht: Die passende Einstellung bleibt nachvollziehbar, ohne bei jedem Gargrad eine andere Wassermenge abzumessen.
Mit dem enthaltenen Einsatz lassen sich außerdem zwei aufgeschlagene Eier der Größe M im Dampf garen. Dafür empfehlen wir den ER 600 besonders Paaren, die zwischen Frühstückseiern und pochierten Eiern wechseln. Für drei Pochierportionen ist der Philips HD9137/90 passender. Wer sieben Eier gleichzeitig braucht, findet beim WMF Stelio den zusätzlichen Platz.
115 ml Wasser, Härtegrad am Regler
Die Zeitsteuerung arbeitet mit einer festen Wassermenge. Die Markierung des Messbechers gehört deshalb zu jedem Durchgang, auch wenn nur ein Ei im Träger liegt. Die Elektronik orientiert sich an Eiern der Größe M; Stückzahl und abweichende Größen verlangen eine Anpassung innerhalb des gewählten Bereichs. Ein großes Kühlschrankei und ein kleines Ei ergeben bei derselben Einstellung daher keinen verlässlich gleichen Dotter. Die Bedienung beschreibt diese Zusammenhänge auf den Seiten 9–11.
Als Orientierung sind beim ER 600 etwa vier bis sechs Minuten für weiche, acht bis zehn Minuten für kernweiche und 13 bis 15 Minuten für harte Eier vorgesehen. Das sind Einstellbereiche des Modells. Die tatsächliche Vorliebe hängt zusätzlich von Größe und Ausgangstemperatur der Eier ab. Bei besonders großen, hart gewünschten Eiern können vier bis fünf Minuten Nachgaren nötig sein. Für den ersten Frühstücksdurchgang lohnt es sich daher, gleiche Eier aus einem Karton zu verwenden und die gewählte Stellung zu merken.
Nach Ablauf der eingestellten Zeit schaltet die aktuelle Ausführung aus; drei Signaltöne melden das Ende. Der Regler wird anschließend auf OFF gestellt und der Netzstecker gezogen. Die Restwärme bleibt bestehen. Eier, die unter der heißen Haube warten, garen weiter. Den Ton als Aufforderung zum Entnehmen einzuplanen, ist für einen weichen Dotter ebenso wichtig wie die Reglereinstellung.
Zwei Eier in den Pochiereinsatz
Pochieren bedeutet hier, aufgeschlagene Eier ohne Schale in geformten Mulden mit Dampf zu garen. Das erspart einen Wassertopf und das Einlassen einzelner Eier. Die Form fällt durch die Mulden anders aus als bei frei im Wasser pochierten Eiern. Zum Servieren auf Toast oder als kleine Frühstücksportion ist das praktisch.
Der Einsatz wird leicht eingeölt und auf den Eierträger gesetzt. Auch dafür werden 115 ml Wasser verwendet. Für zwei Eier der Größe M sind ungefähr zehn bis zwölf Minuten als Ausgangspunkt vorgesehen. Das Eigelb wird mit längerer Garzeit fester. Für Menschen mit erhöhtem Risiko durch Lebensmittelinfektionen gehören Eiweiß und Eigelb vollständig durchgegart auf den Teller; dazu bietet das BfR konkrete Hinweise. Ein weicher Dotter ist kein Nachweis vollständiger Durcherhitzung.
Schmale Bauform, heißer Dampf
Mit 22,8 × 10,5 × 13,1 cm lässt sich der ER 600 gut in einer schmalen Nische verstauen. Beim Betrieb braucht er jedoch freien Platz. Die Aufstellung verlangt mindestens zehn Zentimeter Abstand zu den Seiten und 50 Zentimeter nach oben. Eine niedrige Ablage direkt unter einem Hängeschrank ist damit ungeeignet.
Haube, Heizschale und Eierträger werden heiß. Zum Abheben der Haube und zum Herausnehmen der Eier sind Topflappen sinnvoll. Die Dampfaustrittsöffnung muss frei bleiben. Der transparente Deckel hilft beim Blick auf die Eier, zeigt aber den Zustand des Dotters nicht an. Einen verpassten Signalton ersetzt er daher nicht.
Pflege nach dem Frühstück
Nach dem Abkühlen wird Restwasser entfernt. Haube, Eierträger und Messbecher werden mit heißem Wasser und etwas Spülmittel von Hand gereinigt. Das elektrische Unterteil wird feucht ausgewischt und trocken nachgewischt. Scheuermittel gehören nicht auf die Oberflächen.
Kalkrückstände lassen sich bei diesem Modell mit verdünntem Essig lösen; währenddessen wird der Eierkocher nicht erhitzt. Die konkrete Pflege unterscheidet sich von anderen Eierkochern. Ein Entkalkungsprogramm für ein anderes Modell sollte deshalb nicht übertragen werden. Platzt ein Ei, gehören Eiweißreste vor dem nächsten Durchgang aus der Heizschale entfernt.
Gekochte Eier für den sofortigen Verzehr können zum Stoppen des Nachgarens abgekühlt werden. Für Vorratseier ist Zurückhaltung beim Abschrecken sinnvoll: Feine Risse können die Haltbarkeit beeinträchtigen. Das BZfE erklärt außerdem, weshalb kaltes Wasser das Pellen nicht zuverlässig erleichtert.
Unsere Kaufempfehlung
Wir empfehlen den Rommelsbacher ER 600 für bis zu sechs Eier und für zwei gelegentliche Pochierportionen, wenn eine feste Wassermenge und die Einstellung am Regler zur Frühstücksroutine passen. Die schmale Form erleichtert das Verstauen, die beiden Zubereitungsarten sparen ein zusätzliches Spezialgerät.
Handwäsche und der sichere Umgang mit heißer Haube gehören dazu. Für dauerhaft nur ein oder zwei Eier spart der WMF KÜCHENminis mehr Stellfläche. Ob sich überhaupt ein zusätzliches Elektrogerät lohnt, hängt von der Häufigkeit ab: Eier lassen sich auch im abgedeckten Topf mit wenig Wasser garen. Die Energiespartipps nennen dafür ein bis zwei Zentimeter Wasser. Alle vier Kaufprofile ordnet unser Eierkocher-Vergleich ein.
Quellen
- [1]ER 300 / ER 600 – Anleitung V00-R1/R2512, DE Seiten 8–13 - Rommelsbacher, 20. Oktober 2026
- [2]Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt – Umgang mit rohen Eiern - Bundesinstitut für Risikobewertung, 20. Oktober 2026
- [3]Das Ei: Kleines Wunder der Natur – Abschrecken und Haltbarkeit - Bundeszentrum für Ernährung, 20. Oktober 2026
- [4]Strom sparen im Haushalt – Kochen mit wenig Wasser - Verbraucherzentrale, 20. Oktober 2026