FRITZ!Box 5690 Pro: bester All-in-one-Router
Die FRITZ!Box 5690 Pro im ausführlichen Test ist die vielseitigste Anschlusszentrale. VDSL bis 300 MBit/s, AON- und GPON-SFP, 2,5-Gigabit-WAN, Triband-WLAN, DECT, Zigbee, analoge Telefonie und USB 3.1 decken sehr viele deutsche Haushalte ab.
connect veröffentlichte im Labortest mit einem Intel-BE200-Client bis zu 1.972 MBit/s Download auf 5 GHz und 2.146 MBit/s auf 6 GHz. In zehn Metern Entfernung lagen die genannten Werte bei 967 und 1.092 MBit/s. Das sind connect-Messungen, keine Compary-Ergebnisse; sie stützen aber die Einordnung als leistungsfähigen Funkrouter.
Der Schwachpunkt liegt am Kabel. Nur ein Port schafft 2,5 GBit/s, die übrigen vier sind Gigabit-Ports. Wird der schnelle Anschluss als WAN genutzt, bleibt kein separater 2,5-Gigabit-Port für das NAS. Käufer mit schnellem lokalen Netzwerk müssen einen anderen Router oder zusätzlichen Switch einplanen.
FRITZ!Box 7690: bester DSL-Router
Die FRITZ!Box 7690 konzentriert sich auf DSL und Dualband-WLAN. Sie verzichtet auf 6 GHz und ein direktes Glasfasermodem, bietet dafür zwei 2,5-Gigabit-Ports. DECT, Zigbee, Telefonanlage, Mesh und VPN sind wie bei der 5690 Pro integriert.
connect maß im Test der FRITZ!Box 7690 bis zu 1.320 MBit/s Download auf 5 GHz, 1.042 MBit/s in drei Metern und 527 MBit/s in zehn Metern. Die Redaktion lobte schnelles, robustes WLAN und die Bedienung, kritisierte aber 6-GHz-Verzicht und USB 2.0.
Für einen 100- bis 300-MBit/s-DSL-Vertrag ist nicht das Internettempo der Kaufgrund. Es sind die stärkere Funkplattform, zwei Multigigabit-Ports, Telefonie und langfristige Nutzbarkeit. Wer weniger Leistung braucht, sollte die neue 7630 gegenrechnen.
TP-Link Archer BE550: bester Preis-Leistungs-Kauf
Der Archer BE550 ist ein reiner Router der Klasse BE9300. Er funkt auf allen drei Bändern und stattet WAN plus vier LAN-Ports durchgehend mit 2,5 GBit/s aus. Das ist für einen Glasfaser-ONT und mehrere schnelle Geräte ein außergewöhnlich praktisches Layout.
RTINGS beschreibt den Archer in seinem Routertest als sehr schnell, reichweitenstark und gut für Apartments sowie größere Häuser geeignet. Die Redaktion nennt die drahtlose Latenz für normale Nutzung ausreichend, empfiehlt für kompetitives Gaming aber weiterhin eine Kabelverbindung.
Der Käufer muss vorhandenes Modem, Telefonie und Softwarekosten selbst einordnen. Einige HomeShield-Funktionen sind kostenpflichtig. Zudem gibt es Hardwareversionen; das Angebot sollte zur europäischen Kennung und der gewünschten Version passen.
ASUS RT-BE88U: bester Router für NAS und Workstation
Der ASUS RT-BE88U bietet das mit Abstand stärkste Kabelnetz. ASUS dokumentiert 10GBase-T, 10G-SFP+, vier 2,5-Gigabit- und vier Gigabit-Ports. In einem Heimstudio oder kleinen Büro kann das einen separaten Multigigabit-Switch teilweise ersetzen.
Die Empfehlung für kabelgebundene Verbindungen ist eine redaktionelle Schlussfolgerung aus der dokumentierten Portvielfalt, keine selbst gemessene Leistungsnote. Für Wi-Fi-7-Käufer bleibt der Verzicht auf 6 GHz der große Haken.
ASUSWRT bietet Gastnetze, VPN, AiMesh, QoS und Sicherheitsfunktionen ohne zwingendes Schutzabonnement. Die Bedienung ist umfangreicher als bei einem einfachen Providerrouter. Wer diese Tiefe nicht nutzt, kauft unnötige Komplexität.
NETGEAR Nighthawk RS300: gute Triband-Alternative
Der Nighthawk RS300 verbindet 6-GHz-WLAN mit einem 2,5-Gigabit-WAN, zwei 2,5-Gigabit-LAN-Ports und zwei Gigabit-Buchsen. Das offizielle Datenblatt nennt USB 3.0, vier interne Antennen und die Klasse BE9300.
Unabhängige Tests bewerten die Grundgeschwindigkeit positiv. Gleichzeitig sind MLO-Stand, Abonnementfunktionen und Preis wichtige Prüfstellen. NETGEAR Armor und erweiterte Elternkontrollen können nach einer Probephase laufende Kosten verursachen.
Der RS300 ist kein schlechter Router. Gegen den Archer BE550 braucht er aber ein überzeugendes aktuelles Angebot oder einen persönlichen Vorteil durch die Nighthawk-App und vorhandene NETGEAR-Geräte.