Zum Hauptinhalt springen
Ratgeber nach Produktnamen suchen...

FRITZ!Box 7690

Aktualisiert 26.07.202611 Quellen
FRITZ!Box 7690
Kurzfazit

Die FRITZ!Box 7690 ist der ausgewogenste Wi-Fi-7-Router für einen schnellen DSL-Anschluss, wenn Telefonie und FRITZ!OS wichtiger sind als 6-GHz-WLAN.

Rating: 8.7/10
Dualband-WLAN auf 2,4 und 5 GHzWi-Fi 7 ohne 6-GHz-Bandintegriertes VDSL-Modem bis 300 MBit/s2 x 2,5-Gigabit-Ethernet und 2 x Gigabit-LANUSB 2.0, DECT-Basis und ZigbeeTelefonanlage, Mesh, VPN und Gastnetz über FRITZ!OSBetrieb auch hinter einem externen Modem möglich

Vorteile

  • VDSL-Modem bis 300 MBit/s für den direkten DSL-Anschluss
  • zwei 2,5-Gigabit-Ports
  • DECT, Zigbee und Telefonanlage integriert
  • schnelle, verständliche Bedienoberfläche
  • FRITZ!OS mit Mesh, VPN und Gastnetz

Nachteile

  • kein 6-GHz-Band
  • nur USB 2.0
  • kein integriertes Glasfasermodem
  • für reine WAN-Nutzung bleiben Modem- und Telefoniefunktionen ungenutzt

Anbieter

Empfohlener Anbieter
OTTO DE
lieferbar - in 2-3 Werktagen bei dirKostenlose Lieferung
28900
Zum Shop

Kurzfazit

FRITZ!Box 7690 ist für einen deutschen DSL-Anschluss gedacht, wenn Telefonie, Mesh, Kinderschutz und Verwaltung in einem Gerät zusammenkommen sollen. Sie verbindet VDSL bis 300 MBit/s, Wi-Fi 7 und zwei 2,5-Gigabit-Ethernet-Ports. Ihr wichtigster Kompromiss ist klar: Sie funkt nur auf 2,4 und 5 GHz. Das 6-GHz-Band fehlt.

Das macht die 7690 nicht zu einem schlechten Router. Viele vorhandene Geräte nutzen 6 GHz ohnehin nicht, und auf 5 GHz liefert sie hohe Datenraten. Käufer sollten aber wissen, was sie bekommen. Wer gezielt ein störungsärmeres 6-GHz-Netz für neue Notebooks oder Smartphones aufbauen will, braucht die FRITZ!Box 5690 Pro, den TP-Link Archer BE550 oder den NETGEAR RS300.

Die Bewertung ordnet die dokumentierten Anschlüsse, Funkbänder und Telefoniefunktionen nach typischen DSL- und ONT-Szenarien ein.

DSL und externe Modems

Das integrierte Modem unterstützt ADSL und VDSL bis Supervectoring 35b mit maximal 300 MBit/s. Für Haushalte mit einem klassischen DSL-Vertrag ist das praktisch: Die Box wird direkt an die Telefondose angeschlossen, Zugangsdaten werden im Assistenten eingetragen und Telefonie kann im selben System laufen.

Ein 2,5-Gigabit-Port lässt sich als Internetbuchse verwenden. Damit kann die 7690 auch hinter einem externen Glasfasermodem oder Kabelmodem arbeiten. Sie enthält aber kein Modul für eine direkte Glasfaserverbindung. Wer ohne externes Modem an AON- oder GPON-Glasfaser anschließen möchte, findet in der 5690 Pro das passendere Gesamtgerät.

Seit 2026 gibt es eine weitere DSL-Option mit 2x2 statt 4x4 MIMO. Die 7690 bleibt sinnvoll, wenn mehrere Geräte gleichzeitig versorgt werden und zwei 2,5-Gigabit-Ports benötigt werden.

Wi-Fi 7 ohne 6 GHz

Wi-Fi 7 umfasst auch 2,4 und 5 GHz. Die 7690 nutzt Dualband-WLAN und erreicht Bruttoraten bis 1.440 MBit/s auf 2,4 GHz und 5.760 MBit/s auf 5 GHz (Produktdaten). Ein einzelnes Gerät nutzt nur seine unterstützten Bänder und Antennenströme.

Die Einordnung berücksichtigt die 5-GHz-Verbindung für kurze und mittlere Entfernungen. Wandmaterial, Aufstellung, Nachbar-WLAN und Client-Hardware bleiben für die erreichbare Datenrate entscheidend.

Das 4x4-MIMO-Design hilft vor allem, wenn mehrere Geräte gleichzeitig Daten übertragen. Ein einzelnes Smartphone oder Notebook arbeitet oft nur mit 2x2. Der Nutzen liegt daher weniger in einer magischen Einzelverbindung als in zusätzlicher Kapazität für einen belebten Haushalt.

LAN, USB und Telefonie

Zwei 2,5-Gigabit-Buchsen sind ein echter Fortschritt gegenüber älteren DSL-Boxen. Hinter einem externen 2,5-Gigabit-Glasfasermodem kann ein zweites schnelles Gerät angeschlossen werden. Hinzu kommen zwei Gigabit-Anschlüsse. Für Netzwerkspeicher, Rechner, TV, Konsole und Smart-Home-Zentrale kann trotzdem schnell ein zusätzlicher Verteiler nötig werden.

Der USB-Anschluss arbeitet nur nach USB 2.0. Für Drucker oder gelegentliche Dateien reicht das. Wer eine schnelle externe SSD als Netzwerkspeicher nutzen will, stößt früher an Grenzen. Die 5690 Pro mit USB 3.1 ist dafür besser, ein echtes NAS bleibt für dauerhafte Datensicherung ohnehin die belastbarere Lösung.

Telefonie ist eine Kernstärke. Die Box enthält eine DECT-Basis, Anschlüsse für analoge Geräte, Anrufbeantworter, Ruflisten, Telefonbücher und IP-Telefonie. Wer all das nicht nutzt, zahlt bei einem reinen ASUS-, TP-Link- oder NETGEAR-Router weniger für Funktionsbereiche, die näher am eigenen Bedarf liegen.

FRITZ!OS und Smart Home

FRITZ!OS bündelt Mesh, Gastnetz, Kinderschutz, VPN, automatische Updates, Netzwerkübersicht und Diagnose. Zigbee ergänzt das bekannte DECT-ULE-System. Dadurch kann die 7690 Lampen, Taster, Steckdosen und Heizungszubehör zentral einbinden. Das ersetzt nicht jede spezialisierte Smart-Home-Plattform, reduziert aber in einem FRITZ!-Haushalt die Zahl zusätzlicher Brücken.

Für den sicheren Betrieb sollten automatische Updates aktiv bleiben. Das WLAN braucht ein individuelles Kennwort, die Verwaltung ein separates starkes Passwort. WPA3 ist sinnvoll, sofern ältere Geräte nicht dadurch ausgesperrt werden. Für problematische Altgeräte kann ein getrenntes WLAN oder Gastnetz die bessere Lösung sein.

Für wen passt die FRITZ!Box 7690?

Sie passt zu Familien und Homeoffice-Haushalten mit VDSL, mehreren Telefonen, FRITZ!-Repeatern und dem Wunsch nach einer einzigen verständlichen Oberfläche. Sie ist auch eine gute Wahl, wenn der Glasfaseranschluss bereits einen ONT mit Ethernet bereitstellt und direkte SFP-Integration unwichtig ist.

Weniger passend ist sie für Käufer, die 6 GHz ausdrücklich nutzen wollen, viele schnelle LAN-Ports benötigen oder eine reine Routerplattform hinter dem vorhandenen Modem suchen. Der TP-Link Archer BE550 liefert 6 GHz und fünf 2,5-Gigabit-Buchsen. Der ASUS RT-BE88U bietet 10-Gigabit- und SFP+-Verbindungen. Beide verzichten dafür auf DSL-Modem, DECT und Telefonanlage.

Kaufcheck

Die hier bewertete FRITZ!Box 7690 darf nicht mit der 7590 AX, der neuen 7630 oder einer Provider-Sonderausgabe verwechselt werden. Vor dem Wechsel von einer älteren Box sollte geprüft werden, ob sich Einstellungen, Telefonbücher und Mesh-Zuordnungen übernehmen lassen. Danach lohnt ein Standorttest: frei und erhöht aufgestellt arbeitet auch ein leistungsfähiger Router besser als im geschlossenen Schrank.

Fazit

Die FRITZ!Box 7690 ist der beste DSL-Spezialist in dieser Auswahl. Sie kombiniert ein schnelles Modem, gute veröffentlichte 5-GHz-Werte, zwei 2,5-Gigabit-Ports, Telefonie, Zigbee und ein reifes Betriebssystem. Das fehlende 6-GHz-Band und USB 2.0 verhindern die uneingeschränkte Spitzenempfehlung. Für die meisten anspruchsvollen DSL-Haushalte ist sie dennoch der stimmigste Kauf.

Alle fünf Modelle im Wi-Fi-7-Router-Vergleich

Quellen

  1. [1]
  2. [2]
  3. [3]
  4. [4]
  5. [5]
  6. [6]
  7. [7]
  8. [8]
    Wi-Fi CERTIFIED 7 - Wi-Fi Alliance, 2026
  9. [9]
  10. [10]
    Glasfaser statt Kupfer - Bundesnetzagentur, 2026
  11. [11]
    6-GHz-Frequenznutzung - Bundesnetzagentur, 2026

Auch enthalten in diesen Vergleichen