Zum Hauptinhalt springen
Ratgeber nach Produktnamen suchen...

NETGEAR Nighthawk RS300

Aktualisiert 26.07.202611 Quellen
NETGEAR Nighthawk RS300
Kurzfazit

Der NETGEAR Nighthawk RS300 ist ein schneller Triband-Router für Käufer mit vorhandenem Modem, kostet aber mehr als ähnlich ausgestattete Konkurrenz.

Rating: 8.3/10
Triband-WLAN auf 2,4, 5 und 6 GHzWi-Fi 7 mit 0,7 GBit/s auf 2,4 GHz, 2,9 GBit/s auf 5 GHz und 5,8 GBit/s auf 6 GHz (brutto)1 x 2,5-Gigabit-WAN2 x 2,5-Gigabit-LAN und 2 x Gigabit-LANUSB 3.0vier interne AntennenVerwaltung per Weboberfläche und Nighthawk-App

Vorteile

  • schnelles 6-GHz-WLAN
  • zwei 2,5-Gigabit-LAN-Ports zusätzlich zum schnellen WAN
  • drei Funkbänder mit 0,7/2,9/5,8 GBit/s Bruttodatenrate
  • übersichtliches Gehäuse ohne Außenantennen
  • einfache Einrichtung per App oder Browser

Nachteile

  • zusätzliche Sicherheits- und Familienfunktionen können nach der Probezeit kostenpflichtig sein
  • erweiterte Sicherheits- und Familienfunktionen kosten nach Probezeit
  • kein integriertes Modem und keine Telefonanlage
  • MLO-Funktion hängt von Firmware und Client-Unterstützung ab

Anbieter

Empfohlener Anbieter
cyberport DE
1-3 Werktage6.99 EUR
36705
Zum Shop

Kurzfazit

NETGEAR Nighthawk RS300 ist ein Router mit drei Funkbändern für Haushalte mit Glasfaser-, Kabel- oder DSL-Modem. Seine Internetbuchse schafft 2,5 Gigabit. Hinzu kommen zwei ebenso schnelle Anschlüsse für Geräte und zwei weitere Gigabit-Buchsen.

Der TP-Link Archer BE550 bietet ebenfalls drei Funkbänder und fünf 2,5-Gigabit-Ports. Beim RS300 entscheiden deshalb die zwei schnellen LAN-Ports, das Gehäuse, die Nighthawk-App und die Zusatzdienste. Erweiterte Schutz- und Familienfunktionen können als Abonnement laufen.

Die Bewertung ordnet die dokumentierten Funkbänder, Ports, Softwarefunktionen und laufenden Kosten nach dem vorgesehenen Anschluss und Gerätebestand ein.

Funktechnik und 6 GHz

NETGEAR dokumentiert bis zu 0,7 GBit/s auf 2,4 GHz, 2,9 GBit/s auf 5 GHz und 5,8 GBit/s auf 6 GHz. Zusammen ergeben die Bänder 9,4 GBit/s Bruttodatenrate. Ein Endgerät nutzt nur seine unterstützten Bänder und Antennenströme.

Das 6-GHz-Band ist für aktuelle Wi-Fi-6E- und Wi-Fi-7-Geräte attraktiv, weil dort weniger ältere Netze funken. Breite 320-MHz-Kanäle schaffen hohe Kapazität auf kurze Distanz. Die Kehrseite ist die geringere Wanddurchdringung. In einem entfernten Zimmer kann 5 GHz die stabilere Wahl sein; für Keller oder Garten bleibt oft 2,4 GHz oder ein zusätzlicher WLAN-Sender nötig.

Das Datenblatt führt vier interne Antennen und eine Gerätezahl von bis zu 100 Clients auf. Diese Angaben beschreiben die Hardwarekapazität; für die Funkabdeckung zählen zusätzlich Wandmaterial, Etagen, Kanalbelegung und der Standort des Routers. Die Reichweite ist daher immer am konkreten Aufstellort und mit den tatsächlich verwendeten Endgeräten zu prüfen.

NETGEAR nennt eine Abdeckung bis 185 Quadratmeter und bis zu 100 Geräte. Solche Herstellerwerte sind nur Orientierung, weil Grundriss und Baumaterial fehlen. Eine Altbauwand, Fußbodenheizung oder ungünstige Aufstellung verändert die Funkzelle stärker als eine theoretische Flächenzahl vermuten lässt.

MLO und Funkbänder

Multi-Link Operation koordiniert bei kompatiblen Wi-Fi-7-Geräten mehrere Funkverbindungen. Für die konkrete RS300-100EUS-Variante werden MLO-Stand, Firmware und verwendeter Client gemeinsam geprüft. Die 6-GHz-Verbindung nutzt 320-MHz-Kanäle auf kurze Distanz; 5 GHz bleibt hinter Wänden häufig die stabilere Verbindung.

Ethernet und USB

Die separate 2,5-Gigabit-Internetbuchse verhindert, dass der Internetzugang einen der beiden schnellen Anschlüsse für Geräte belegt. Ein Netzwerkspeicher und ein Rechner können daher gleichzeitig schneller als Gigabit angebunden werden. Für weitere Geräte bleiben zwei Gigabit-Ports.

Im Vergleich zum Archer BE550 fehlen zwei zusätzliche 2,5-Gigabit-LAN-Anschlüsse. Der ASUS RT-BE88U ergänzt 10-Gigabit- und SFP+-Optionen. Für einen 1- oder 2-Gigabit-Haushalt reichen die Ports des RS300, wenn höchstens zwei lokale Geräte schneller als Gigabit angebunden werden.

Über USB 3.0 lässt sich Speicher bereitstellen. Das reicht für Medien und gelegentliche Dateien. Ein NAS ist für Backups, Benutzerrechte und dauerhaften Betrieb besser geeignet. Router-Speicher darf nie die einzige Kopie wichtiger Daten sein.

Software und Folgekosten

Die Einrichtung ist über die Nighthawk-App oder eine Weboberfläche möglich. Für grundlegende Routerfunktionen ist kein Abonnement nötig. NETGEAR vermarktet Armor-Sicherheit und Smart Parental Controls jedoch als Zusatzdienste. Beim offiziellen Angebot ist eine zeitlich begrenzte Armor-Nutzung enthalten; danach fällt für die Fortsetzung eine Gebühr an.

Die Zusatzdienste sind kein automatischer Ausschlussgrund. Vor dem Kauf ist zu prüfen, welche Funktionen ohne Zahlung verfügbar sind und welche Kosten nach der Probephase entstehen.

Automatische Firmwareupdates sollten aktiv sein, die Administratoranmeldung ein eigenes starkes Kennwort erhalten und das Gastnetz Besucher- sowie IoT-Geräte isolieren.

Anschlussplanung

Der RS300 arbeitet hinter einem DSL-, Kabel- oder Glasfasermodem. Vor der Einrichtung wird der vorhandene Netzabschluss in den Bridge- oder Modembetrieb versetzt, damit der RS300 die Routing- und Firewallaufgaben übernimmt. Am 2,5-Gigabit-WAN wird anschließend die Internetleitung geprüft. Die beiden 2,5-Gigabit-LAN-Ports bleiben für NAS oder Rechner frei; die beiden Gigabit-Ports versorgen Geräte wie Fernseher, Drucker oder Smart-Home-Zentrale. Diese Zuordnung verhindert, dass der schnelle Uplink durch ein einzelnes langsames Endgerät blockiert wird.

Modellvarianten

Die geprüfte europäische Variante heißt RS300-100EUS. Sie besitzt drei 2,5-Gigabit-Ports, drei Funkbänder und einen USB-3.0-Anschluss. Zubehör und andere RS-Modelle mit abweichender Port- oder Funkbestückung gehören nicht zu diesem Test.

NETGEAR führt weitere RS-Modelle mit anderer Port- und Funkbestückung. Der RS300 passt, wenn drei Funkbänder, drei 2,5-Gigabit-Ports und USB 3.0 benötigt werden.

Für wen lohnt sich der Nighthawk RS300?

Er lohnt sich für Käufer mit vorhandenem Modem, aktuellen 6-GHz-Geräten und höchstens zwei schnellen LAN-Clients. Auch wer die Nighthawk-App kennt und eine einheitliche NETGEAR-Umgebung weiterführen möchte, bekommt einen gut passenden Router. Das geschlossene Tower-Gehäuse ist im Wohnraum unauffälliger als Geräte mit vielen Außenantennen.

Weniger sinnvoll ist er bei direktem DSL-Bedarf, integrierter Telefonie oder mehr als vier kabelgebundenen Geräten. Käufer mit mehr 2,5-Gigabit-Ports wählen den Archer BE550. Für NAS- und Workstation-Netze bietet der ASUS RT-BE88U 10-Gigabit- und SFP+-Anschlüsse. Für DSL, DECT und deutsche Telefonie passen die FRITZ!Box 5690 Pro und die FRITZ!Box 7690 direkt.

Fazit

Der NETGEAR Nighthawk RS300 bietet 6 GHz, drei 2,5-Gigabit-Anschlüsse einschließlich WAN und USB 3.0. Seine Kaufentscheidung hängt an zwei schnellen LAN-Geräten, der Nighthawk-App und den Folgekosten der Zusatzdienste. Wer diese Punkte benötigt und die Kosten einplant, erhält einen aufgeräumten Wi-Fi-7-Router.

Alle fünf Modelle im Wi-Fi-7-Router-Vergleich

Quellen

  1. [1]
  2. [2]
  3. [3]
    NETGEAR RS300 Support - NETGEAR, 2026
  4. [4]
  5. [5]
  6. [6]
  7. [7]
  8. [8]
    Wi-Fi CERTIFIED 7 - Wi-Fi Alliance, 2026
  9. [9]
  10. [10]
    Glasfaser statt Kupfer - Bundesnetzagentur, 2026
  11. [11]
    6-GHz-Frequenznutzung - Bundesnetzagentur, 2026

Auch enthalten in diesen Vergleichen