Überblick
Worauf es bei diesem Vergleich besonders ankommt:
- 1.Fluenz in J/cm² ergibt sich näherungsweise aus Bestrahlungsstärke in W/cm² mal Sekunden.
- 2.Abstand, Winkel, Pulsung und Gleichmäßigkeit können die reale Hautdosis deutlich verändern.
- 3.PBM zeigt in der Forschung biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehungen; länger ist daher kein verlässlicher Vorteil.
- 4.Das validierte Programm des konkreten Geräts hat Vorrang vor allgemeinen Online-Dosistabellen.
Die Fragen `Wie oft?` und `Wie lange?` lassen sich bei Rotlichttherapie nur zusammen mit Gerät, Abstand und Ziel beantworten. Zehn Minuten unter einer schwachen LED-Maske liefern eine andere Exposition als zehn Minuten vor einem starken Panel. Eine 300-Watt-Infrarotlampe erzeugt vor allem Wärme und wird nach anderen Regeln genutzt als ein PBM-Gerät mit kalibrierter Fluenz.
Für Photobiomodulation sind Bestrahlungsstärke in mW/cm² und Fluenz in J/cm² die wichtigsten Ausgangswerte. Hinzu kommen Wellenlänge, Fläche, Pulsung, Abstand und Verteilung. Der Körperbereich und das untersuchte Ziel bestimmen das klinische Protokoll. Eine universelle Tagesdosis für Haare, Gesicht, Knie und Wunden existiert nicht.
Die Forschung beschreibt biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehungen. Eine niedrige Dosis kann zu schwach sein; eine deutlich höhere kann weniger wirksam oder belastender sein. Deshalb folgt PBM nicht einer linearen `mehr Licht, mehr Wirkung`-Logik.
