Jackery Explorer 240 v2

Wir empfehlen die Explorer 240 v2 für Notebook, Kamera und Licht, wenn du eine kleine Powerstation häufig tragen willst. Im Test kamen an der Steckdose 193 Wh und am DC-Ausgang 219 Wh an. Für längere Einsätze mit eingeschaltetem Wechselrichter würden wir mehr Kapazität wählen.
Vorteile
- Klappbarer Griff und 3,6 kg Gewicht für häufiges Tragen
- 100-W-USB-C-Anschluss lädt Notebooks und die Station selbst
- Netzladung ohne zusätzliches externes Netzteil
- Ausgänge und Ladezustand lassen sich per App steuern
Nachteile
- 193 Wh nutzbare AC-Energie im Glühlampentest
- Eingeschalteter Wechselrichter verbraucht auch ohne Last Strom
- Nur eine Steckdose mit 300 W Dauerleistung
- Solarladen benötigt den passenden USB-C-Adapter
Anbieter
Kleine Powerstation für Notebook, Kamera und Licht
Die Jackery Explorer 240 v2 eignet sich für Tage unterwegs, an denen Notebook, Kameraakkus und Beleuchtung Strom brauchen. Wir empfehlen sie vor allem, wenn du eine Powerstation regelmäßig vom Auto zum Arbeitsplatz oder Stellplatz trägst. Ihre 3,6 kg und der einklappbare Griff machen das einfacher als bei den großen Modellen aus unserem Powerstation-Vergleich.
Der 256-Wh-Akku gehört zur kleinen Klasse. Eine einzelne 230-V-Steckdose liefert regulär 300 W; für Wasserkocher, Föhn oder eine elektrische Heizung ist das zu wenig. Der 100-W-USB-C-Anschluss ist bei einem passenden Notebook oft der nützlichere Ausgang. Du kannst darüber auch die Powerstation aufladen und brauchst unterwegs nicht zwingend ihr Netzkabel.
Achte auf die genaue Ausführung. Hier geht es um die Explorer 240 v2 mit LFP-Akku und die europäische 230-V-Version des Modells JE-240A. Die ältere Explorer 240 hat andere Anschlüsse und Leistungswerte. Eine US-Ausführung mit 120-V-Steckdose ist für den deutschen Alltag ebenfalls kein gleichwertiger Ersatz.
Was im Laufzeittest tatsächlich herauskam
In unserem Test lief eine Glühlampe mit 100 W Nennleistung 2 Stunden und 13 Minuten. Das Energiemessgerät erfasste 193 Wh am AC-Ausgang, rund 75 Prozent der nominellen 256 Wh. Beim DC-Test mit 8 A Last, ungefähr 92 W, kamen 219 Wh an: rund 86 Prozent. Die unterschiedliche Ausbeute spricht dafür, geeignete Geräte direkt über DC oder USB zu versorgen.
Mit eingeschaltetem AC-Ausgang und ohne angeschlossenen Verbraucher verlor das Testgerät ungefähr vier Prozent Akkuladung pro Stunde. Schalte den Wechselrichter deshalb nach Gebrauch aus. Dieser Verbrauch fällt bei einem kleinen Akku stärker ins Gewicht, wenn ein Gerät nur gelegentlich Strom abnimmt.
Für deine Planung zählen die tatsächlich abgegebene Energie und die mittlere Leistungsaufnahme. Ein Notebook lädt zunächst stärker und nimmt später weniger Strom auf; eine Kühlbox schaltet ihren Kompressor ein und aus. Deshalb geben wir keine feste Zahl vollständiger Notebookladungen an. Auch die 300-W-Ausgangsleistung sagt nichts darüber, ob die Energiereserve für einen ganzen Tag reicht.
Welcher Anschluss zu welchem Gerät passt
Der schnelle USB-C-Port arbeitet in beide Richtungen mit bis zu 100 W. Ein geeignetes USB-PD-Netzteil und ein für 5 A ausgelegtes Kabel sind nötig, um diese Leistung beim Laden auszunutzen. Wenn du die Station über diesen Port auflädst, steht derselbe Anschluss nicht gleichzeitig für das Notebook bereit. Das kann den Aufbau mit nur einem schnellen USB-C-Port einschränken.
Der zweite USB-C-Ausgang und USB-A liefern jeweils höchstens 15 W, gemeinsam bis zu 24 W. Sie reichen für viele Telefone und kleine Zubehörakkus. Für ein Notebook oder ein Telefon, dessen Schnellladen höhere Leistung oder andere Protokolle verlangt, sind sie kein Ersatz für den 100-W-Anschluss.
Am 12-V-Ausgang stehen maximal 10 A zur Verfügung. Prüfe den Anschluss und die Leistungsaufnahme deiner Kühlbox. Bei der Steckdose zählen 300 W Dauerleistung und gegebenenfalls der erhöhte Verbrauch beim Einschalten. Die kurzzeitigen 600 W Spitzenleistung machen aus der Station keinen dauerhaften 600-W-Versorger. Besonders bei Motoren würde ich vor dem Kauf die Anlaufleistung des konkreten Geräts prüfen.
Laden an der Steckdose und per USB-C
Unser Testgerät war regulär nach etwa zwei Stunden voll, mit aktiviertem Notlademodus nach weniger als einer Stunde.
Beim Neukauf solltest du den Schnellmodus trotzdem nicht allein aus dem Namen „240 v2“ ableiten. Für die Ausführung JE-240D lässt sich der Lademodus in der App nicht einstellen. Auch die aktuellen Angaben zum JE-240A sind nicht einheitlich: Die EU-Produktseite bewirbt die Notladung, die Supporttabelle führt sie als nicht vorhanden auf. Wenn die einstündige Ladung kaufentscheidend ist, lass dir diese Funktion für das konkret angebotene Modell bestätigen. Die Modellhinweise unterscheiden die Ausführungen.
USB-C ist unterwegs eine weitere Lademöglichkeit. Ein schwaches Telefonnetzteil lädt die 256-Wh-Station entsprechend langsam; ein 100-W-PD-Netzteil nutzt den Eingang besser aus. Gegen Ende wird die Ladeleistung reduziert. Aus „100 W“ allein lässt sich deshalb keine genaue Volladezeit berechnen. Für eine kurze Übernachtung mit verfügbarer Steckdose würde ich das mitgelieferte Netzkabel einpacken.
Solarpanel und Adapter gehören zusammen
Solarladen läuft ebenfalls über den USB-C-Eingang, bis maximal 100 W. Für geeignete SolarSaga-Panels brauchst du den DC8020-zu-USB-C-Adapter. Ein DC8020-Kabel allein lässt sich hier nicht direkt in die Station stecken. Die Anleitung zeigt den Anschluss mit SolarSaga 60 beziehungsweise 100.
Prüfe beim Kauf eines Pakets, ob der benötigte Adapter bereits beiliegt. Bei der einzelnen Powerstation gehören das AC-Kabel und die Anleitung zum Lieferumfang; ein Panel ist ein zusätzliches Produkt. Das kleine SolarSaga 40 Mini ist leicht zu transportieren, liefert bei wechselhaftem Wetter aber deutlich weniger Energie als ein größeres Panel. Für einen kurzen Ausflug kann das genügen; für regelmäßiges Nachladen würde ich zuerst ausrechnen, wie viel Energie deine Geräte täglich benötigen.
Stelle das Panel zur Sonne und die Powerstation geschützt in den Schatten. Auch bei einem spritzwassergeschützten Panel gehört die Station selbst an einen trockenen Platz. Ein Steckeradapter ist keine allgemeine Freigabe für beliebige Module oder mehrere zusammengeschaltete Panels. Verwende die für diese Kombination vorgesehenen Anschlusskabel.
App, automatische Abschaltung und Stromausfall
Die App zeigt Ladezustand sowie Eingangs- und Ausgangsleistung und erlaubt das Schalten der Ausgänge. Bluetooth ist für die Verbindung in der Nähe gedacht; die WLAN-Einrichtung benötigt ein 2,4-GHz-Netz. Diese Funktionen helfen, die Station im Camper oder Arbeitsraum zu bedienen, ohne jedes Mal an das Gerät zu gehen. Die App-Hilfe nennt die kompatiblen Modelle.
Für kleine Verbraucher ist die automatische Abschaltung wichtiger als es zunächst klingt. Im standardmäßig aktiven Energiesparmodus schalten die Ausgänge nach zwölf Stunden ab, wenn die Last niedrig bleibt: bis 25 W an AC beziehungsweise bis 2 W an USB oder dem Autoausgang. Für einen sparsamen Router oder ein kleines Licht solltest du diese Einstellung vor einem längeren Einsatz prüfen. Sie lässt sich deaktivieren; dann musst du die Ausgänge selbst ausschalten.
Die Umschaltung vom Netz auf den Akku dauert bis zu 20 ms. Unser angeschlossener 3D-Drucker lief beim Umschalttest weiter. Daraus folgt keine Garantie für jeden Drucker, PC oder Router: Das Netzteil muss die kurze Unterbrechung überbrücken. Für kritische Serverdaten würde ich eine dafür spezifizierte USV einsetzen. Die Explorer 240 v2 ist als kurze Reserve interessant, wenn du die tatsächliche Gerätekombination vorher geprüft hast und ihre Leistungsaufnahme unter 300 W bleibt.
Wann wir eine größere Powerstation nehmen würden
Der Explorer 500 v2 bietet 512 Wh und 500 W bei etwa 5,7 kg. Er verdoppelt die Nennkapazität und liefert mehr Leistung; dafür trägst du rund 2,1 kg zusätzlich. Für längere Kühlboxeinsätze oder mehrere Geräte wäre das mein erster Vergleich. Für Kamera, Notebook und Licht an einem einzelnen Arbeitstag bleibt die kleinere 240 v2 einfacher zu tragen.
Die Anker SOLIX C800X ist mit 768 Wh und 1200 W deutlich größer und wiegt 10,9 kg. Sie lohnt sich eher für einen festen Campingaufbau mit stärkeren Verbrauchern und ihren beiden abnehmbaren Leuchten. Für häufiges Tragen und geringe Leistungsaufnahme würde ich diese zusätzliche Ausstattung nicht automatisch mitnehmen.
Wir empfehlen die Explorer 240 v2, wenn kompakte Abmessungen, USB-C-Laden und ein niedriges Transportgewicht zu deinem Einsatz passen. Wer über viele Stunden Wechselstrom braucht oder leistungsstarke Küchengeräte betreiben möchte, sollte die benötigte Energie und Leistung höher ansetzen. Ein passender vorhandener Akku muss nicht allein wegen einer neueren Generation ersetzt werden.
FAQ
Kann ich die Explorer 240 v2 mit einem Notebooknetzteil aufladen?
Ja, am 100-W-USB-C-Ein- und Ausgang. Die tatsächlich nutzbare Ladeleistung hängt vom USB-PD-Netzteil und Kabel ab. Der separate 15-W-USB-C-Port ist ausschließlich ein Ausgang.
Sind am AC-Ausgang die gesamten 256 Wh nutzbar?
Nein. Im Glühlampentest haben wir 193 Wh abgegebene Energie gemessen. Die nutzbare Energie hängt vom Ausgang, dem Verbraucher und dem Eigenverbrauch der Station ab.
Kann die Explorer 240 v2 einen Wasserkocher mit 2000 W betreiben?
Nein. Die reguläre Leistung der Steckdose beträgt 300 W. Auch die angegebene kurzzeitige Spitzenleistung von 600 W reicht dafür nicht aus.
Quellen
- [1]EU-Anleitung - Jackery, 03.10.2026
- [2]App-Verbindung - Jackery, 03.10.2026
- [3]Modell und Ladefunktion - Jackery, 03.10.2026
- [4]Explorer 500 v2 - Jackery, 03.10.2026