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Anker SOLIX C800X

Aktualisiert 03.10.20264 Quellen
Anker SOLIX C800X
Kurzfazit

Wir empfehlen die C800X für Camping mit Kühlbox, Notebook und Beleuchtung, wenn du ihre zwei abnehmbaren Leuchten mitnutzt. Für häufiges Tragen oder viel Energiereserve gibt es inzwischen passendere Modelle. Ihre 1200 W Dauerleistung sollten die geplanten Verbraucher auch ohne SurgePad einhalten.

768 Wh Lithium-Eisenphosphat-AkkuEU-Ausführung: drei 230-V-Steckdosen, zusammen 1200 WSolar: XT60, 11–60 V, maximal 10 A und 300 WNetzladung: bis 750 W; UltraFast bis 1100 W per AppUSB-C: 100 W und 30 W, ausschließlich AusgängeZwei AK-01-Campingleuchten und Verlängerungsstange bis 1 m10,9 kg; 37,1 × 20,5 × 25 cm

Vorteile

  • Zwei abnehmbare Leuchten mit Ladefach, Haken und Magnetbefestigung
  • Drei Schuko-Steckdosen mit insgesamt 1200 W Dauerleistung
  • 100-W-USB-C-Ausgang für geeignete Notebooks
  • Netzladung ohne externes Netzteil

Nachteile

  • 10,9 kg Gewicht für 768 Wh Kapazität
  • Solareingang auf 300 W beschränkt
  • Kein Aufladen der Powerstation über USB-C
  • UltraFast-Laden muss in der App aktiviert werden

Anbieter

Für die gewählte Variante sind aktuell keine Angebote verfügbar.

Für den Campingplatz mit Kühlbox und Licht

Die Anker SOLIX C800X verbindet eine 768-Wh-Powerstation mit zwei abnehmbaren Campingleuchten. Wir empfehlen sie, wenn du am Stellplatz eine Kühlbox, Notebook und Beleuchtung versorgen möchtest und die Leuchten tatsächlich brauchst. Die europäische Ausführung hat drei Schuko-Steckdosen mit zusammen 1200 W Dauerleistung. Für eine elektrische Heizung über Nacht oder mehrere große Küchengeräte ist ihre Energiereserve zu klein.

Der praktische Vorteil steckt im oberen Ladefach: Beide Leuchten lassen sich getrennt von der Powerstation einsetzen und danach dort wieder laden. Für einen Neukauf zählt aber auch das Gewicht. Mit 10,9 kg ist die C800X inzwischen kaum leichter als manche Powerstation mit rund 1 kWh. Einen pauschalen Preisvorteil würden wir ihr deshalb nicht zuschreiben. Vergleiche den tatsächlichen Kaufpreis und den Nutzen der Lampen mit den Alternativen im Powerstation-Vergleich.

Zwei Leuchten statt Licht nur an der Powerstation

Die beiden AK-01-Leuchten haben jeweils einen eigenen Akku mit 2600 mAh. Haken und Magnetbefestigung erlauben eine andere Position als direkt am Gehäuse. Die ausziehbare Stange reicht bis 1 m und wird an der C800X befestigt. Damit kannst du einen Tisch beleuchten und eine zweite Lampe getrennt mitnehmen. Zusätzlich besitzt die Station eine Lichtleiste an der Vorderseite.

Zum Laden gehören die Leuchten mit ihren Kontakten in das obere Fach. Dafür muss die Powerstation eingeschaltet sein. Nach einem Ausflug lohnt ein Blick auf die Ladeanzeigen, damit am nächsten Abend beide Lampen bereit sind. Diese Kombination ist für Camping nützlicher als für ein festes Router-Backup im Arbeitszimmer. Die Montage und das Laden zeigt die Anleitung.

1200 W für alle Steckdosen zusammen

Die drei Steckdosen teilen sich 1200 W. Addiere deshalb die Leistungsaufnahme der gleichzeitig laufenden Verbraucher. Eine Kühlbox und mehrere Ladegeräte können zusammenpassen; ein Wasserkocher mit 2000 W überschreitet bereits allein die vorgesehene Dauerleistung. Bei Kompressoren und Elektromotoren kommt die höhere Leistung beim Einschalten hinzu. Prüfe den konkreten Verbraucher, bevor du dich auf ihn als einzigen Einsatzzweck festlegst.

SurgePad unterstützt geeignete Verbraucher mit einer angegebenen Geräteleistung bis 1600 W. Die C800X regelt dabei die Versorgung, um Überlastung zu vermeiden. Das macht aus ihr keine reguläre 1600-W-Powerstation und liefert keine zugesicherte Anlaufreserve für jeden Motor. Der Modus ist vor allem für geeignete Heizgeräte vorgesehen; Elektronik mit strengen Spannungsanforderungen eignet sich dafür nicht. Wenn die Station beim Laden Netzstrom direkt an die angeschlossenen Verbraucher weiterleitet, arbeitet sie im Bypassbetrieb. Dabei steht SurgePad nicht zur Verfügung.

Wir würden einen regelmäßig benötigten Verbraucher so auswählen, dass er mit den normalen 1200 W auskommt. Für häufiges Kochen oder mehrere leistungsstarke Werkzeuge lohnt eine Station mit höherer regulärer Ausgangsleistung. So hängt die geplante Nutzung nicht von einem Anpassungsmodus ab.

768 Wh sind keine garantierte Wochenendlaufzeit

Wattstunden beschreiben die gespeicherte Energie, Watt die momentane Leistungsaufnahme. Wie lange die C800X reicht, hängt von beiden Größen ab. Bei einer Kühlbox schwankt der Verbrauch mit Umgebungstemperatur, Einstellung und Öffnen des Deckels. Eine feste Zusage von zwei Campingnächten wäre ohne diese Bedingungen wenig hilfreich.

Zum Planen helfen einfache Rechenbeispiele: Ein Verbraucher mit durchgehend 100 W benötigt in sechs Stunden 600 Wh. Ein Heizgerät mit 1000 W benötigt dieselbe Energie schon in 36 Minuten. Das sind Verbrauchsrechnungen, keine gemessenen Laufzeiten der C800X. Umwandlung und der Eigenverbrauch der eingeschalteten Station verkürzen die tatsächlich nutzbare Zeit zusätzlich.

Notebook und Telefon solltest du über die passenden USB-Anschlüsse laden. Der erste USB-C-Ausgang liefert bis 100 W, der zweite bis 30 W. Ein geeignetes Kabel und die Ladeleistung des angeschlossenen Geräts bestimmen, was tatsächlich genutzt wird. Beide USB-C-Anschlüsse sind ausschließlich Ausgänge: Ein USB-C-Netzteil kann die C800X nicht wieder aufladen.

Netzladung und Solarpanel richtig auswählen

An der Steckdose lädt die C800X mit bis zu 750 W. Für bis zu 1100 W muss UltraFast in der Anker-App aktiviert werden. Wir würden die schnellere Einstellung für einen kurzfristigen Einsatz nutzen und sonst regulär laden. Der Ladestrom wird zum Ende hin reduziert; aus der maximalen Eingangsleistung allein lässt sich keine vollständige Ladezeit ableiten.

Der XT60-Solareingang akzeptiert 11–60 V, maximal 10 A und insgesamt bis 300 W. Prüfe beim Panel neben der Wattzahl die Leerlaufspannung. Zwei Module in Reihe addieren ihre Spannung und können den zulässigen Wert überschreiten. Auch ein passender Stecker allein beweist deshalb noch keine passende Kombination.

Das PS400-Faltpanel arbeitet mit 48 V und 8,33 A Nennwerten. Seine Panelanleitung beschreibt die Ausrichtung und den XT60-Anschluss. Die Wattzahl auf dem Panel gilt unter Prüfbedingungen; Wolken, Schatten und ungünstige Ausrichtung verringern die Ladeleistung. Auch mit diesem kompatiblen 400-W-Panel nimmt die C800X höchstens 300 W auf. Stelle die Station selbst geschützt vor direkter Sonne und Feuchtigkeit auf.

Transport, Lagerung und Stromausfall

Die C800X misst 37,1 × 20,5 × 25 cm und wiegt 10,9 kg. Für den Transport vom Auto zum Tisch ist das noch ein überschaubarer Aufbau. Wenn du zusätzlich ein großes Faltpanel und eine Kühlbox tragen musst, summiert sich das Gewicht jedoch schnell. Für längere Wege würden wir zuerst die tatsächlich benötigte Leistung und Energie zusammenstellen und dann die passende Größe wählen.

Laden ist bei 0–40 °C vorgesehen, Entladen bei −20–40 °C. Eine kalte Station sollte vor dem Laden die zulässige Temperatur erreichen. Für längere Lagerung gehören ein ausgeschalteter Hauptschalter und ein trockener Platz dazu. Kontrolliere den Akkustand; bei weniger als 30 Prozent wird vollständig geladen, spätestens alle drei Monate erneut. Halte die Lüftung frei und stelle die Station geschützt vor Regen auf.

Die automatische Umschaltung bei Stromausfall dauert 20 ms. Für ein Router-Backup kann das passen, wenn das jeweilige Netzteil die kurze Unterbrechung überbrückt. Ein beliebiger PC oder empfindlicher Server läuft dadurch nicht garantiert unterbrechungsfrei weiter. Prüfe die Umschaltung mit der tatsächlichen Kombination, bevor du dich darauf verlässt. Für medizinische Geräte oder kritische Datenhaltung ist eine passend spezifizierte Stromversorgung nötig.

Welche Alternative sich für deinen Einsatz lohnt

Der Jackery Explorer 500 v2 wiegt etwa 5,7 kg und speichert 512 Wh. Seine reguläre Ausgangsleistung beträgt 500 W. Wenn du hauptsächlich Notebook, Licht und eine passende Kühlbox versorgst und häufig alles tragen musst, ist die Gewichtseinsparung von 5,2 kg ein guter Kaufgrund. Für Verbraucher über 500 W bietet die C800X mehr Spielraum.

Die DJI Power 1000 Mini speichert 1008 Wh und wiegt 11,5 kg. Das sind 240 Wh zusätzliche Nennenergie bei 600 g Mehrgewicht. Ihre reguläre Dauerleistung liegt bei 800 W; die höhere Kapazität ersetzt daher nicht die 1200-W-Ausgangsleistung der C800X. Wähle nach dem Verbraucher und der benötigten Laufzeit.

Die aktuelle Anker SOLIX C1000 Gen 2 bietet 1024 Wh, 2000 W Ausgangsleistung und 600 W Solar bei 11,3 kg. Wer häufig stärkere Haushaltsgeräte anschließt, sollte diesen Unterschied bei einem Neukauf berücksichtigen. Die C800X bleibt besonders interessant, wenn ihr tatsächlicher Preis deutlich niedriger liegt und du ihre beiden Campingleuchten mitnutzt. Für einen schon vorhandenen, passenden Campingaufbau ist eine neue Modellgeneration allein kein Wechselgrund.

FAQ

Kann ich die C800X mit einem USB-C-Ladegerät laden?

Nein. Beide USB-C-Anschlüsse geben Strom an andere Geräte ab. Zum Laden der Powerstation dienen der Netzanschluss und der DC-Eingang.

Laufen drei Geräte gleichzeitig mit jeweils 1200 W?

Nein. Die drei Schuko-Steckdosen teilen sich insgesamt 1200 W reguläre Leistung. Auch beim Einsatz mehrerer Steckdosen musst du die gleichzeitig benötigte Leistung addieren.

Lohnt sich die C800X auch ohne die Campingleuchten?

Für einen Neukauf würden wir dann besonders genau Gewicht, Kaufpreis und Kapazität vergleichen. Die integrierten Leuchten sind ihr auffälligster Ausstattungsunterschied. Für leichte Verbraucher ist eine kleinere Station einfacher zu tragen; mehr Energiereserve gibt es inzwischen bei ähnlich schweren Modellen.

Quellen

  1. [1]
    Anleitung (230 V) - Anker SOLIX, 03.10.2026
  2. [2]
    Power 1000 Mini - DJI, 03.10.2026
  3. [3]
    PS400-Anleitung - Anker SOLIX, 03.10.2026
  4. [4]
    Explorer 500 v2 - Jackery, 03.10.2026