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MOVA 1000

Aktualisiert 03.10.20263 Quellen
MOVA 1000
Kurzfazit

Wir empfehlen den MOVA 1000 für übersichtlich gegliederte Rasenflächen, wenn du keinen Begrenzungsdraht verlegen möchtest. Die kurze Ladepause und die Fahrbahnen sprechen für ihn. An hohen Rasenkanten musst du nacharbeiten; kleine Gegenstände bleiben eine Aufgabe vor dem Mähen.

Modell MLLM4110; Flächenempfehlung bis 1.000 m²3D-LiDAR; ohne Begrenzungsdraht und externe RTK-Station20 cm Schnittbreite; 20–60 mm Schnitthöhe manuell2,5-Ah-Akku bei 18 V; etwa 40 Minuten von 15 auf 90 %Offroad-Hinterräder; maximal 45 % Steigung unter geeigneten Bedingungen64,3 × 41,9 × 27,9 cm; 11,7 kgMäher IPX6; Ladestation IPX4

Vorteile

  • LiDAR-Navigation spart Begrenzungsdraht und externe Antennenstation
  • Geordnete Fahrbahnen statt zufälliger Flächenabdeckung
  • Kurze Ladepause von etwa 40 Minuten zwischen 15 und 90 %
  • Zonen, Sperrflächen und zwei getrennte Karten in der App

Nachteile

  • Schnitthöhe muss am Gerät eingestellt werden
  • Hohe Rasenkanten erfordern Nacharbeit
  • Schläuche und sehr kleine Hindernisse können überfahren werden
  • Erste Karte wird manuell per App-Steuerung angelegt

Anbieter

Für die gewählte Variante sind aktuell keine Angebote verfügbar.

Für wen wir den MOVA 1000 empfehlen

Ein Mähroboter soll dir Arbeit abnehmen, ohne dass du den Garten für ein Kabel aufgraben musst. Der MOVA 1000 erledigt die Orientierung mit einem Lasersensor auf dem Gehäuse. Du legst den Rasen einmal in der App an; danach fährt der Roboter die Fläche in geordneten Bahnen ab. Eine externe Antennenstation ist dafür ebenfalls nicht nötig.

Wir empfehlen ihn für Rasenflächen mit gut zugänglichen Übergängen und überschaubaren Hindernissen. Seine Flächenempfehlung reicht bis 1.000 m². Ob er deinen Garten rechtzeitig fertig mäht, hängt auch von Wegen, Engstellen, Grashöhe und den verfügbaren Mähzeiten ab. Ein aufgeteilter Garten mit vielen Umwegen beansprucht ihn stärker als eine freie Rechteckfläche. Die Modellzahl ist deshalb kein Versprechen, dass er 1.000 m² in einem Durchgang schafft.

Beim Kauf im Jahr 2026 würde ich außerdem den Kantenschnitt gewichten. Der MOVA 1000 hat einen mittig sitzenden Schneidkopf. Neuere Modelle fahren ihren Schneidkopf seitlich aus und kommen dadurch näher an erhöhte Kanten. Wenn du häufig entlang von Mauern oder Beeten nachtrimmen musst, lohnt dieser Unterschied. Unser Mährobotervergleich hilft bei der Auswahl nach Garten und Navigation.

Karte anlegen und Ladestation aufstellen

Vor dem ersten Mähen steuerst du den MOVA 1000 mit dem virtuellen Joystick um den Rasen. Dabei entstehen die Außenkontur, einzelne Arbeitszonen und Verbindungswege. Pools, tiefe Löcher und andere gefährliche Stellen bekommen eigene Sperrflächen. Für einen getrennten Vorgarten kannst du eine zweite Karte speichern. Den Roboter musst du zwischen nicht verbundenen Flächen selbst umsetzen.

Plane für die Station einen ebenen Platz mit jeweils mindestens einem Meter freiem Raum links, rechts und davor ein. Das Gras dort sollte kürzer als 6 cm sein. Ein schmaler Winkel hinter der Terrasse eignet sich daher schlecht, auch wenn die Steckdose direkt daneben sitzt. Das Netzteil gehört mindestens 30 cm über den Boden und nicht in eine Stelle, an der sich Wasser sammelt.

Die Verbindung läuft über Bluetooth und 2,4-GHz-WLAN. Die App bindet den Mäher an ein Konto und erlaubt anschließend das Teilen des Geräts. So müssen Familienmitglieder keine getrennten Gartenkarten anlegen. Enge Verbindungen gehören als Wege in die Karte: Bereiche unter einem Meter Breite behandelt die Einrichtung anders als eine frei befahrbare Arbeitsfläche. Hohe Stufen brauchen einen geeigneten Übergang. Die konkreten Abstände und Einrichtungsschritte stehen in der Anleitung.

Mähleistung, Schnitthöhe und Rasenkanten

Der Schneidkopf arbeitet mit drei beweglich gelagerten Klingen und 20 cm Schnittbreite. Die Schnitthöhe stellst du direkt am Gerät zwischen 20 und 60 mm ein. Möchtest du je Zone verschiedene Höhen, musst du diese Einstellung vor dem Einsatz selbst ändern. Eine Fernverstellung über die App fehlt.

Im Mähdurchlauf waren im Standardmodus ungefähr 90 m² nach einer Stunde geschafft. Der Akkustand lag anschließend bei 15 %. Das ist ein konkreter Durchlauf mit dem 2,5-Ah-Akku, keine feste Flächenleistung für jeden Garten. Dichtes Gras, häufiges Ausweichen und Anfahrtswege verändern das Ergebnis. Für deine Planung zählen deshalb mehrere Durchläufe mit Ladepausen.

An einer flach anschließenden Pflasterfläche kann der Mäher weiter über die Rasenkante fahren als an einer Mauer. Bei hohen Begrenzungen bleibt Gras stehen, weil das Gehäuse den Schneidkopf vom Hindernis fernhält. Einen überall gleich breiten Reststreifen würde ich dafür nicht ansetzen. Die Form der Kante und die angelegte Fahrkontur bestimmen, wie viel du nachtrimmen musst.

Die Offroad-Hinterräder unterscheiden den 1000er vom MOVA 600. Die maximale Steigfähigkeit beträgt 45 %, also etwa 24 Grad. Für die Mähbereiche wird eine Steigung bis 25 % bevorzugt. Nasser Boden und enge Wendemanöver am Hang machen den Einsatz zusätzlich schwieriger. Für einen überwiegend steilen Garten würde ich deshalb zuerst die konkreten Arbeitsflächen und die Zufahrt zur Station prüfen.

Hindernisse und Tiere vor dem Mähen

Die Hinderniserkennung lässt sich nach Höhe und Abstand einstellen. Bei 5 cm Erkennungshöhe und 10 cm Abstand wurden ein Igelmodell und Fußbälle umfahren. Tennisball und Gartenschlauch wurden dagegen überfahren. Diese Beobachtung beschreibt Gegenstände im Test; sie beweist keinen sicheren Schutz lebender Tiere.

Wir räumen Schläuche, kleine Spielsachen und herumliegende Werkzeuge vor dem Mähen weg. Kinder und Tiere bleiben während des Betriebs außerhalb der Arbeitsfläche. Für den Mähplan würde ich Tageszeiten wählen, in denen du den Garten gut überblickst. Der Lasersensor kann sich auch bei wenig Licht orientieren; daraus folgt keine Freigabe für unbeaufsichtigtes Mähen zwischen nachtaktiven Tieren.

Beim Anheben wird der Alarm ausgelöst. Für die Standortanzeige und den Alarm beim Verlassen der Karte brauchst du zusätzlich das passende Link-Modul. Diese beiden Funktionen sind von der normalen Hinderniserkennung zu unterscheiden. Die Regenschutzfunktion unterbricht das Mähen; die voreingestellte Wartezeit beträgt drei Stunden und lässt sich verlängern, wenn dein Rasen länger feucht bleibt.

Akku, Ladepause und Geräusch

MOVA 600 und MOVA 1000 verwenden ab Werk denselben 2,5-Ah-Akku bei 18 V. Der 1000er lädt mit 3 A und erreicht von 15 bis 90 % etwa 40 Minuten. Der Unterschied zum 600er liegt unter anderem am Ladegerät und an den Rädern. Eine größere Standardbatterie bekommt der 1000er dadurch nicht.

Im Laufzeittest folgte auf den etwa einstündigen Mähdurchlauf eine Ladepause von ungefähr 40 Minuten. Ein Ladevorgang benötigte rund 40 Wh. Wie viel Strom ein kompletter Monat braucht, ergibt sich erst aus der Zahl der Mäh- und Ladezyklen sowie dem Betrieb der Station. Eine Beispielrechnung für einen bestimmten Garten lässt sich nicht als gemessener Monatsverbrauch auf andere Flächen übertragen.

Das Betriebsgeräusch lag bei 55 bis 60 dB in einem Meter Entfernung, abhängig vom Mähbetrieb. Abstand und Untergrund gehören zu diesem Wert. Er lässt sich nicht direkt mit einer Schallleistungsangabe aus einer technischen Tabelle vergleichen.

Als Zubehör gibt es einen kompatiblen 4-Ah-Akku, Modell MBPM30. Er ist ein separater Umbau und nicht die Serienausstattung des hier besprochenen MOVA 1000. Die Akkuanleitung beschreibt den Austausch und die passenden Modelle. Zusätzliche Laufzeiten würde ich aus der Kapazität allein nicht ableiten.

Reinigung und Pflege nach der Saison

IPX6 erlaubt die Reinigung des Mähers mit einem Gartenschlauch. Vorher schaltest du ihn aus, stellst den Sicherheitsschlüssel auf AUS und trennst die Station vom Strom. Ein Hochdruckreiniger und Reinigungsmittel sind für diese Pflege nicht vorgesehen. Die Station hat mit IPX4 einen anderen Wasserschutz als der Roboter.

Grasreste unter der Scheibe und zwischen den Rädern müssen regelmäßig entfernt werden. Auch die LiDAR-Abdeckung braucht eine saubere Oberfläche. Die Bürste an der Station unterstützt die Sensorreinigung, ersetzt aber die Kontrolle nicht. Stumpfe oder beschädigte Messer werden als kompletter Satz gewechselt, damit die Scheibe gleichmäßig arbeitet.

Für die Winterpause lagerst du den gereinigten, ausgeschalteten Mäher trocken und frostfrei. Prüfe vorher den Akkustand und halte die Lager- und Nachladehinweise ein. So vermeidest du, dass der Roboter im Frühjahr mit einem tief entladenen Akku startet.

MOVA 600 oder ein aktueller LiDAX?

Der MOVA 600 ist für kleinere Flächen gedacht und nutzt dieselbe grundlegende Lasernavigation. Der MOVA 1000 bietet die gröberen Räder und kürzere Ladepausen. Wer einen gebrauchten oder reduzierten 1000er sucht, sollte außerdem den Zustand von Akku, Klingen, Station und Netzteil prüfen. Ein kompletter, gepflegter Lieferumfang ist mehr wert als eine große Flächenzahl auf dem Karton.

Die LiDAX-Ultra-Serie ergänzt die 3D-LiDAR-Navigation um eine Kamera, unterstützt automatische Kartierung und hat einen seitlich ausfahrenden Schneidkopf. Das sind im Alltag größere Unterschiede als eine weitere App-Funktion. Vor allem bei erhöhten Rasenkanten würde ich die neuere Bauart bevorzugen. Einen ausführlichen Vergleich dieser Ausstattung bietet auch unser Dreame A2 1200.

Für einen gut zugänglichen Rasen mit wenig Kantennacharbeit bleibt der MOVA 1000 eine brauchbare Lösung. Wir empfehlen ihn, wenn seine Ausstattung zu deinem Garten passt und der konkrete Kaufpreis den Verzicht auf automatische Kartierung und seitlichen Kantenschnitt rechtfertigt. Für einen neu eingerichteten Garten mit vielen Beeträndern würde ich zuerst die aktuellen Modelle vergleichen.

Häufige Fragen zum MOVA 1000

Braucht er ein Begrenzungskabel?

Nein. Du legst den Arbeitsbereich per App-Steuerung an. Der Lasersensor übernimmt anschließend die Orientierung; eine externe RTK-Station ist ebenfalls nicht erforderlich.

Sind 45 % Steigung das Gleiche wie 45 Grad?

Nein. 45 % bedeutet einen Höhenunterschied von 45 cm auf einen Meter waagerechte Strecke. Das entspricht ungefähr 24 Grad. Die Bodenhaftung und die nötigen Wendemanöver bleiben zusätzlich entscheidend.

Kann ich ihn bei Regen mähen lassen?

Wir würden den Regenschutz nutzen und auf trockenerem Gras weiterarbeiten lassen. Nasses Gras kann das Schnittbild und die Bodenhaftung verschlechtern. Die Wartezeit lässt sich in der App anpassen.

Hat der MOVA 1000 schon einen 4-Ah-Akku?

Die hier geprüfte Serienausstattung hat 2,5 Ah. Der MBPM30 mit 4 Ah ist ein kompatibles Zubehörteil und muss separat eingebaut werden.

Quellen

  1. [1]
    Bedienungsanleitung - MOVA, 03.10.2026
  2. [2]
    Akkuwechsel - MOVA, 03.10.2026
  3. [3]
    LiDAX-Neuerungen - MOVA, 08.01.2026