Bosch Indego S+ 500

Wir empfehlen den Indego S+ 500 für einen gepflegten, gut zugänglichen Rasen bis 500 m², wenn du Begrenzungsdraht verlegen möchtest. Das Bahnenmähen und die Fernsteuerung sind seine wichtigsten Vorteile. Beim Kauf der älteren Ausführung 06008B0302 musst du die 2G-Abhängigkeit der App berücksichtigen; für eine langfristige Fernsteuerung würden wir eine bestätigte LTE-Ausführung wählen.
Vorteile
- Kartierter Rasen wird in parallelen Bahnen gemäht
- Fernsteuerung und Benachrichtigungen über Mobilfunk
- Akku bei nachlassender Leistung selbst austauschbar
- SpotMow für einzelne Flächen bis 3 × 3 m
- Bedienung und Zeitplan auch am Gerät
Nachteile
- Drahtinstallation und Nachtrimmen an erhöhten Kanten nötig
- Alte HB03-Ausführung für die App auf 2G angewiesen
- Kein eigener Regen- oder Frostsensor
- Spielzeug und kleine Hindernisse müssen vor dem Mähen entfernt werden
- Zusätzliche Stationen für getrennte kartierte Rasenflächen nötig
Anbieter
Für übersichtlichen Rasen mit fest verlegtem Draht
Der Bosch Indego S+ 500 ist ein Mähroboter für Rasenflächen bis 500 m². Wir mögen an ihm vor allem die geordnete Mäharbeit: Nach dem Kartieren fährt er parallele Bahnen ab und merkt sich bearbeitete Bereiche. Das passt zu einem Garten, dessen Rasen zusammenhängt und dessen Drahtführung dauerhaft bleiben kann. Für häufig veränderte Beete oder viele schlecht zugängliche Ecken würden wir ein anderes Modell wählen.
Beim Kauf im Jahr 2026 gehört die Mobilfunkversion zu den wichtigsten Fragen. Die hier zugeordnete Artikelnummer 06008B0302, EAN 4059952511962, stammt aus der älteren S+-500-Ausführung. Sie verbindet die App über 2G. Neuere S+-500-Geräte mit LTE sind eine andere Hardwareausführung. Die Funktionsnamen allein reichen zur Unterscheidung nicht aus.
LogiCut: Der Mäher kennt seine bearbeiteten Flächen
LogiCut erstellt eine Rasenkarte und teilt sie in Mähabschnitte. Die Fahrtrichtung verändert sich von Durchgang zu Durchgang. Dadurch werden dieselben Linien nicht dauerhaft in gleicher Richtung befahren. Die 19 Zentimeter Schnittbreite und drei frei bewegliche Klingen halten regelmäßig gemähten Rasen kurz; die feinen Schnipsel bleiben auf der Fläche.
Im Test ist für uns das gleichmäßige Schnittbild der stärkste Kaufgrund. Verwinkelte Stellen und kleine Hindernisse können die Mäharbeit trotzdem unterbrechen. Räume Spielzeug, Äste und herumliegende Kabel vorher weg. Eine Kamera mit Erkennung kleiner Gegenstände fehlt. Die Sensoren des Roboters ersetzen diese Vorbereitung nicht.
Für frisch freigeräumte Stellen bietet SpotMow 2 × 2 oder 3 × 3 Meter. Du aktivierst den Modus an der Station und setzt den Roboter anschließend an die vorgegebene Ecke der Fläche. Das ist praktisch, wenn unter einem entfernten Gartentisch Gras stehen geblieben ist. SpotMow ersetzt keine frei gezeichneten App-Zonen.
Drahtführung und Rasenkanten ausmessen
Zum Set gehören 150 Meter Begrenzungsdraht, 200 Haken, ein Drahtverbinder, Ladestation und Netzteil. Der Draht bildet einen geschlossenen Kreis. Inseln um ausgesparte Beete verbrauchen zusätzliche Länge. Je nach Gartenform reichen 150 Meter deshalb für unterschiedlich große Flächen; insgesamt sind maximal 350 Meter Draht zulässig.
An einer Wand oder einer erhöhten Kante brauchst du 30 Zentimeter Abstand. Bei einer ebenen, befahrbaren Pflasterfläche sind fünf Zentimeter vorgesehen. Ein Durchgang muss insgesamt mindestens 135 Zentimeter breit sein: 75 Zentimeter zwischen den Drähten und je 30 Zentimeter Randabstand. Die häufig genannte Zahl von 75 Zentimetern ist also keine ausreichende Gesamtbreite eines Rasengangs. Den passenden Aufbau zeigt die Installationsanleitung.
Vor der Station sind 1,5 Meter gerader Draht, auf der Rückführungsseite ein Meter erforderlich. Stelle sie eben und in der vorgesehenen Ausrichtung auf. Nach dem ersten Kartieren lernt der Roboter ausgesparte Hindernisse während der ersten vollständigen Mähdurchgänge. Begleite die Einrichtungsfahrt und korrigiere eine ungünstige Drahtführung früh.
BorderCut mäht zuerst entlang des Drahts. An erhöhten Kanten bleibt dennoch ein Streifen für den Trimmer. Befahrbare Randflächen erleichtern ein vollständigeres Schnittbild. Im Mähbereich sind bis 27 Prozent Steigung vorgesehen; am Draht gelten gesonderte Vorgaben, insbesondere weniger als 15 Prozent Steigung. Nasse Hänge und Vertiefungen erhöhen den Aufwand für eine störungsfreie Fahrt.
Die App braucht Mobilfunk am Roboter
Mit der Bosch Smart Gardening App kannst du starten, pausieren, zur Station zurückschicken und den Mähplan anpassen. Dafür braucht der Roboter Mobilfunkempfang im Garten. Die Verbindung und die App sind kostenlos; ein WLAN-Router übernimmt diese Verbindung nicht. Ein Bosch-Konto ist für die App nötig.
SmartMowing berücksichtigt Rasenfläche, Wettervorhersage und deine Zeitvorgaben. Ein eigener Regen- oder Frostsensor fehlt. Wetterdaten können lokale Nässe daher nicht zuverlässig erkennen. Wir würden zusätzlich kontrollieren, ob die Fläche tatsächlich trocken und befahrbar ist. Mähzeiten und Bedienung sind auch am Gerät möglich.
Beim S+ 500 gibt es zwei Mobilfunkausführungen: die Gerätenummern 3600HB03.. ohne LTE und 3600HB08.. mit LTE. Prüfe diese Nummer am konkreten Gerät und lasse bei einem umgerüsteten Exemplar das Kommunikationsmodul bestätigen. Die Artikelnummer 06008B0302 sollte beim Neukauf nicht als LTE-Zusage behandelt werden.
In Deutschland ist die Abschaltung der 2G-Netze für 2028 angekündigt. Ein reines 2G-Modul verliert damit seine Verbindung zur App. Für eine langfristige Fernsteuerung würden wir nur ein bestätigtes LTE-Gerät kaufen. Kosten und Voraussetzungen einer Umrüstung solltest du vor dem Kauf mit dem Bosch-Service klären. Die lokale Bedienung des Mähers ist von der Mobilfunkverbindung zu unterscheiden.
60 Minuten Laufzeit sind kein vollständiger 500-m²-Durchgang
Der 18-V-Akku mit 2,5 Ah ermöglicht ungefähr 60 Minuten Mähbetrieb; eine Ladung dauert bis zu 60 Minuten. Diese Richtwerte verändern sich durch Gras, Hanglage und Akkuzustand. Die Flächenangabe von 500 m² beschreibt die vorgesehene Gartengröße. Ladepausen gehören zur Bearbeitung einer größeren Fläche dazu. Für eine vollständige größere Fläche sind mehrere Mäh- und Ladeabschnitte erforderlich.
Plane genügend Mähzeit über den Tag ein und beobachte, ob die gesamte Fläche regelmäßig erreicht wird. Drei Schnitthöhen von 30, 40 oder 50 Millimetern lassen sich am Roboter einstellen. Beginne nach längerer Pause mit der höchsten Einstellung. Der Mäher ist für kurze, regelmäßige Schnitte ausgelegt; eine hochgewachsene Wiese muss zunächst vorbereitet werden.
MultiArea verwaltet bis zu drei getrennte Rasenflächen mit zusammen maximal 500 m². Für kartierte getrennte Flächen braucht jede eine eigene Station, und du trägst den Roboter zwischen ihnen. Eine kleine Zusatzfläche ohne Station darf beim S+ 500 bis 45 m² groß sein; dort mäht er zufällig und muss anschließend zum Laden zurückgetragen werden.
Wechselakku, PIN und Pflege
Der Akku lässt sich bei nachlassender Leistung selbst austauschen. Dafür wird die verschraubte Abdeckung geöffnet; eine beliebige größere Kapazität ist nicht freigegeben. Nutze einen passenden 18-V-/2,5-Ah-Akku und verschließe das Fach wieder vollständig. Einen täglichen Akkuwechsel würden wir beim automatischen Stationsbetrieb nicht einplanen.
PIN-Sperre, Hebesensor und rote Stopptaste sind vorhanden. Sie erlauben keine unbeaufsichtigte Nutzung in unmittelbarer Nähe von Kindern oder Haustieren. Vor der Reinigung wird der Roboter am Trennschalter ausgeschaltet und die Station vom Strom getrennt. Bürste und Tuch reichen aus; Gartenschlauch und Hochdruckreiniger sind ungeeignet.
Connected-Geräte erhalten Firmware über die App; alternativ ist eine passende USB-Aktualisierung vorgesehen. Verwende die Datei für die genaue Gerätenummer auf der Firmwareseite. Bei dauerhaft weniger als fünf Grad Außentemperatur werden Mäher und Station für den Winter trocken eingelagert.
Unser Urteil zum Bosch Indego S+ 500
Wir empfehlen den Indego S+ 500 für einen gut vorbereiteten Rasen, wenn systematisches Mähen und eine vorhandene Drahtinstallation zu deinem Garten passen. Für einen Neukauf mit dauerhaft gewünschter App-Steuerung würden wir die LTE-Ausführung vorziehen. Ein älteres 2G-Gerät ist nur dann sinnvoll, wenn du die bevorstehende Abschaltung bewusst in deine Kaufentscheidung einbeziehst.
Wenn du auf den Draht verzichten möchtest, lohnt sich der Blick auf den Dreame A2 1200. Der Einhell FREELEXO 1200 LCD BT bietet einen 5,2-Ah-Power-X-Change-Akku und Bluetooth-Bedienung in der Nähe. Weitere Modelle nach Gartenform findest du im Mähroboter-Vergleich.
Quellen
- [1]Indego S/S+ und M/M+ – deutsche Betriebsanleitung - Bosch, 02.10.2026
- [2]Indego – Installationsanleitung - Bosch, 02.10.2026
- [3]Indego – App und Mobilfunkverbindung - Bosch, 02.10.2026
- [4]Indego – Firmware und Gerätezuordnung - Bosch, 02.10.2026
- [5]2G-Abschaltung in Deutschland - Bundesnetzagentur, 02.10.2026